FAQ

Hier findest du häufig gestellte Fragen, die sich rund ums Ingenieur*in werden drehen. Und zwar von Schüler*innen und Studierenden aus unserer Region.

Die Ingenieurwissenschaften bilden eine Gruppe aus zahlreichen Einzelwissenschaften. Diese sind untereinander und auch mit anderen Wissenschaftsgruppen verknüpft. So profitieren sie voneinander und schaffen die kognitiven Voraussetzungen für Innovation in der Technik und die Anwendung technischen Wissens. Die Einzelwissenschaften innerhalb der Ingenieurwissenschaften sind äußerst vielfältig, die beliebtesten Bachelor-Studiengänge sind dabei:

  • Maschinenbau: Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Maschinen;
  • Elektrotechnik: Erforschung, Entwicklung sowie Produktion von Elektrogeräten;
  • Wirtschaftsingenieurwesen: interdisziplinäres Studium, welches das Ingenieurwesen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Teil verbindet;
  • Bauingenieurwesen: Konzeption, Planung und Konstruktion von Bauwerken;
  • Allgemeines Ingenieurwesen: die breit gefächerte Lehre über die Technik als solche und die Innovation als auch Anwendung dieses Wissens.

Vor Beginn deines Studiums solltest du dir überlegen, ob du bereits im Bachelor eine Spezialisierung wie zum Beispiel die Versorgungstechnik oder die Bio- und Umwelttechnik anstreben willst. Oder aber du schreibst dich für eine breiter gefächerte Einzelwissenschaft ein und spezialisierst dich dann im Laufe des Studiums. Viele Beispiele findest du unter unseren Projekten und den Guru-Profilen!

Das Wichtigste, was du aus der Schule mitgenommen haben solltest, sind die Fähigkeiten zu lernen und dich selbst zu organisieren. In der Schule ist der Lernprozess zwar deutlich stärker vorgeschrieben als an der Hochschule, aber Grundzüge der eigenen Verantwortung für deinen Erfolg erlernst du in der Regel. An der Hochschule bist du vollständig selbst dafür verantwortlich, die richtigen Kurse zu belegen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und den Stoff nachzuarbeiten sowie für die Klausur zu lernen.

Natürlich brauchst du auch gewisse Grundlagen beispielsweise aus der Mathematik. Um Integral- und Differentialgleichungen kommst du in kaum einem Fach herum. Hast du Spaß an mathematischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen und die nötige Motivation, kannst du ein paar Wissenslücken aber auch noch füllen.

Fragen und Antworten von der Hochschulgruppe der Studenten & Jungingenieure (SuJ), VDI Braunschweig

Du musst keinen Mathe- und Physik-Leistungskurs belegt haben, um ein Ingenieurstudium zu absolvieren. Es kann jedoch von Vorteil sein, da du so leichter in die Vorlesungen einsteigen kannst. In der Regel gibt es einen Mathevorkurs für Ingenieurstudiengänge, in dem wichtige grundlegende Kenntnisse wiederholt werden.

Fragen und Antworten von der Hochschulgruppe der Studenten & Jungingenieure (SuJ), VDI Braunschweig

Wie viel Zeit das Studium im Semester einnimmt, kann stark von dem gewählten Studium abhängen. Wenn du beispielsweise während des Semesters Labore oder Abgaben hast, nimmt das nochmal zusätzlich zu den Vorlesungen Zeit in Anspruch. Es unterscheidet sich auch in Abhängigkeit der Semester: In den ersten Semestern gibt es oft neben den großen Saalübungen noch kleine Übungen, welche in höheren Semestern häufig wegfallen, dafür ist dann mehr Eigeninitiative gefragt.

Grundsätzlich ist es natürlich auch sehr stark von dir selbst abhängig, wie viel vom Lehrangebot du wahrnimmst und in welchem Umfang du dich auf die Prüfungen vorbereitest.

Fragen und Antworten von der Hochschulgruppe der Studenten & Jungingenieure (SuJ), VDI Braunschweig

An einer FH ist das Studium praxisnäher, während an der Uni mehr Bezug zur Wissenschaft aufgebaut wird.

Fragen und Antworten von der Hochschulgruppe der Studenten & Jungingenieure (SuJ), VDI Braunschweig

Es gibt einige Voraussetzungen für bestimmte Masterstudiengänge, über die du dich schon während des Bachelorstudiums informieren solltest.

Fragen und Antworten von der Hochschulgruppe der Studenten & Jungingenieure (SuJ), VDI Braunschweig

Wenn du das Pflichtpraktikum während des Studiums nachholst, geht das auf Kosten deiner Semesterferien. Die können recht kurz sein – je nachdem, wie deine Prüfungen liegen. Es kann sein, dass du das Praktikum deshalb nicht an einem Stück machen kannst. Ein möglicher Vorteil ist, dass du während des Studiums vielleicht schon eine genauere Vorstellung hast, was dich interessiert und du dir ein passenderes Praktikum suchen kannst.

Bei der Suche nach einer Stelle für ein Vorpraktikum in den Sommersemesterferien kann es in Firmen zu Kapazitätsproblemen kommen. Für dieses Praktikum musst du häufig in die Ausbildungswerkstatt, da du dort die geforderten Tätigkeiten der Metallverarbeitung erlernst. Im August oder September starten aber viele Auszubildende in eben diesem Bereich der Firmen, sodass diese kein Personal und keine Maschinen für zusätzliche Praktikant*innen zur Verfügung hat. Außerdem ist es nicht einfach, acht Wochen am Stück in den Semesterferien unterzubringen. Aufgeteilt wird es wiederum schwierig, eine Firma zu finden, die jemanden für wenige Wochen einstellt.

Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du das Vorpraktikum daher möglichst vor Studienbeginn absolvieren. Hast du die Möglichkeit nicht, schaffst du es aber auf jeden Fall auch während des Studiums. Es wird nur vielleicht etwas schwieriger zu organisieren.

Fragen und Antworten von der Hochschulgruppe der Studenten & Jungingenieure (SuJ), VDI Braunschweig

Du solltest auf jeden Fall einen Antrag stellen und es versuchen. Viele Studierende haben einen Anspruch auf Förderung – selbst, wenn sie es nicht erwarten.

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Viele freiwillige Angebote, die du von der Hochschule oder von Studierenden-Initiativen angeboten bekommst, sind sehr sinnvoll. Du solltest möglichst viele Chancen nutzen, neben der Theorie praktische Erfahrungen zu machen und so auch etwas für und über dich selbst lernen. Beispiele sind hier Praxiskurse oder Softwareworkshops an den Hochschulen, die Career Services der Hochschulen oder der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

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Wenn du an der Hochschule einen Nebenjob suchst, schau mal in die Ausschreibungen im Internet oder sprich einen wissenschaftlichen Mitarbeiter an dem bevorzugten Institut an – so lässt sich oft etwas finden.

Wenn du in der Industrie als Werkstudent*in arbeiten möchtest, kannst du dich einfach bei der bevorzugten Firma bewerben und mit ein bisschen Glück wird was draus.

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Erfahrungen in bestimmter Software können hilfreich sein, zum Beispiel CAD-Programme (rechnergestütztes Konstruieren), Simulationstools oder Programmierkenntnisse. Außerdem sind während des Studiums absolvierte praktische Tätigkeiten bei vielen Firmen gern gesehen, daher ist es auf jeden Fall vorteilhaft, wenn du schon einmal als studentische Hilfskraft tätig warst.

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Es kommt sehr auf den/die Arbeitgeber*in an, ob Auslandserfahrung erwünscht oder gefordert ist. Bei einigen hast du Vorteile, wenn du diese vorweisen kannst. Es gibt aber genauso andere Qualifikationen, denen gegebenenfalls sogar mehr Bedeutung zuteilwird.

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Ja, ein Bachelorabschluss kann durchaus das Richtige sein, um ins Berufsleben zu starten. Dabei kommt es sehr stark auf das Fachgebiet und den/die Arbeitgeber*in an, ob ein Master vorausgesetzt wird. Wird speziell nach Bachelorabsolvent*innen gesucht oder möchtest du dich breit aufstellen und fachübergreifende Tätigkeiten wahrnehmen, kann ein Bachelor der gewünschte Abschluss sein. Willst du dich dagegen stark spezialisieren und in einem ganz bestimmten Fachgebiet arbeiten, brauchst du häufig weiterführendes Wissen aus dem Masterstudiengang. 

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